Am Mittwoch, den 25.04. nahm sich der HMS-Alumnus und Wahlberliner Philipp Werner Zeit für die Studierenden. Bei einem kühlen Bier erzählte er in entspannter Atmosphäre von seinem Werdegang und seiner jetzigen Arbeit bei dem internationalen Venture Capital Unternehmen Project A.

 
Project A ist ein Berliner Early Stage Investor und operativer VC. Im Klartext bedeutet dies, dass sie vielversprechende Gründer nicht nur mit Fremdkapital sondern in der Frühphase ihres Unternehmens auch operativ beim Aufbau des Unternehmens unterstützen und ihre Anteile später gewinnbringend veräußern. Dies geschieht mittels 100 Experten, die, so wie Phillip, direkt in die Startups gehen und dort, neben Talentakquise und Business Intelligence, zum Beispiel das  Product Management oder das Online Marketing voranbringen. Die Unterstützung läuft auf Monatsbasis und wird ganz nach Bedarf der Gründer gesteuert. Im Portfolio von Project A befinden sich derzeit 46 ausschließlich digitale Unternehmen, unter anderem aus der Digital Health-Branche.

 
Nach seinem Bachelor in Medienwirtschaft an der Hochschule der Medien in Stuttgart studierte Philipp  unter anderem ein Jahr in Bordeaux, bevor er seinen MBA in Medienmanagement im Jahr 2014 abschloss. Während seiner Zeit an der HMS erhielt er außerdem ein Unternehmensstipendium von Digital Forward, einer unabhängigen  Hamburger Unternehmensberatung mit Fokus auf Digitalmarketing. Mit dem Abschluss in der Tasche dachte er zunächst über eine Karriere in der Unternehmensberatung nach. Im Endeffekt entschied er sich allerdings für Project A und wurde dort zunächst Venture Development Manager.

 
Konkret bedeutete das für ihn die Mitarbeit in Unternehmen, die von Projekt A gefördert werden. In seinem ersten Projekt unterstützte er beispielsweise die Talent Acquisition, bevor er weitere Unternehmen des Portfolios sowie Bereiche durchlief. In kurzer Zeit konnte er dadurch sehr viel lernen und übernahm rasch sehr viel Verantwortung und unterstützte zwei der Portfoliounternehmen interimistisch als COO. Derzeit widmet er sich verstärkt dem Bereich Business Intelligence und leitet ein Team von Datenspezialisten.

 
Zum Abschluss gab Philipp den anwesenden Studierenden noch einige Ratschläge für die Zeit nach der HMS auf den Weg. Eine der wichtigsten Dinge, die Berufseinsteiger umtreibt, ist natürlich das Gehalt. In diesem Zusammenhang empfahl er, dass man bei der Jobauswahl zu Beginn den Fokus vor allem auf die potenzielle Lernkurve legen solle. In den ersten fünf Jahren sei dies noch vor dem Geld das wichtigste. Gleichzeitig solle man sich selbst und seine Fähigkeiten kritisch einschätzen und sich seiner Stärken und Kompetenzen bewusst sein. Es sei ganz entscheidend, dass man sich in Verhandlungssituationen nicht unter Wert verkaufe.

 
Darüber hinaus betonte Philipp beim Bewerbungsgespräch daran zu denken, dass dieses in beide Richtungen gehe. So solle man als potenzieller Arbeitnehmer auch nicht davor zurückschrecken unbequeme Fragen zu stellen. Welcher Führungsstil wird im Unternehmen verfolgt? Welcher Arbeitsmodus wird erwartet? Was macht die Person heute, die vorher die zu besetzende Stelle innehatte? Letztendlich würde es ja auch darum gehen herauszufinden, ob der mögliche Arbeitgeber zu einem selbst passt.