Seit Frühjahr 2014 führt das Team des „HMS Think Tank Journalismusforschung“ in Kooperation mit dem Business-Netzwerk XING und TrendResearch Hamburg jeden Monat eine Befragung zum aktuellen Informationsverhalten der „Generation Y“ durch. Hier stellen wir Ausschnitte der Ergebnisse aus der aktuellen Erhebung (10. Befragungswelle / Feb./März 2015) vor. Diese ist Teil des Forschungsprojekts: „Die dritte Mediensozialisation: Was wird aus den ‚Digital Natives‘?“

 

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Die grundlegenden Vorteile der Digitalisierung und Automatisierung liegen in der Geschwindigkeit und Universalität der Informationsverarbeitung. Betriebliche Abläufe in Unternehmen können rascher und kostengünstiger abgewickelt werden als bisher, was zu einer deutlichen Effizienzsteigerung und einer gesamten Verbesserung der Wirtschaftlichkeit führt.

Allerdings ergeben sich durch die vielen Veränderungen innerhalb der Arbeitswelt nicht nur Vorteile für die Arbeitnehmer. Die Entwicklungen sind Teil eines Prozesses, dessen Auswirkungen auf die Organisation unserer Arbeit und unseres täglichen Arbeitsalltags schon seit langem ablesbar sind. Der Prozess ist nicht neu, nicht alt – und sein Ende ist bisher nicht absehbar.

 

Wie steht die Generation Y, als jene Alterskohorte, die als erste mit den digitalen Medien aufgewachsen ist und nun den Einstieg in die Berufswelt gefunden hat, zu diesem Thema?

Mehr als tausend junge, berufstätige Erwachsene haben wir Ende Februar nach ihrer Einstellung zur Digitalisierung befragt. Diese Erhebung gehört zum Forschungsprojekt „Was wird aus den ‚Digital Natives‘?“, das die Hamburg Media School in Zusammenarbeit mit dem Businessnetzwerk Xing derzeit durchführt.

Das wichtigste Ergebnis vorweg: Die Digital Natives (DNs) sehen eher die Vorteile der Digitalisierung. Insgesamt werden zu 64 Prozent positive Gründe und zu 36 Prozent negative Gründe genannt.

Die Unterstützung durch Computer im Arbeitsalltag wird von 83 Prozent als wichtigstes Pro-Argument genannt. Vor allem Männer sehen den Wegfall von Routinearbeit (54 vs. 40 Prozent) und die allgemeine Produktivitätssteigerung (60 vs. 46 Prozent) als Vorteil.

Bei den Nachteilen sind es verstärkt Frauen, die die Gefahr von Stellenabbau und Arbeitslosigkeit (58 vs. 50 Prozent) durch die zunehmende Digitalisierung sehen. Hier zeigen sich auch die größten Altersunterschiede: 60 Prozent der 23-28jährigen stehen 51 Prozent der 33-35jährigen gegenüber, die diese Gefahr sehen.

Auch das Contra-Argument: Die digitale Zukunft werde unberechenbar, wird eher von Frauen bestätigt (44 vs. 38 Prozent).

Nichtsdestotrotz sehen nur 14 Prozent ihren eigenen Arbeitsplatz durch Computer und künstliche Intelligenz bedroht. Wohingegen 86 Prozent dieses Risiko für sich selbst nicht sehen. (siehe Abb. 2)

 

Wir fragen: Im Fortgang der Digitalisierung werden immer mehr Arbeitsaufgaben von Computern übernommen. Dies kann man, je nach Auffassung, negativ, aber auch positiv bewerten. Wie sehen Sie das?

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Wir fragen:Wenn Sie an Ihren Arbeitsplatz denken: Könnte dieser durch Computer und künstliche Intelligenz ersetzt werden?

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Eckdaten der Erhebung:

Seit Frühjahr 2014 führt das Team des „HMS Think Tank Journalismusforschung“ (Leitung: Prof. Dr. Michael Haller) in Kooperation mit dem Business-Netzwerk XING und TrendResearch Hamburg jeden Monat eine Befragung zum aktuellen Informationsverhalten der „Generation Y“ durch. Diese ist Teil des Forschungsprojekts „Die Zukunft der Medien“. Diese Erhebungswelle fand im Feb./März 2015 statt. Es wurde eine Stichprobe von 1.009 jungen Berufstätigen zwischen 23 und 35 Jahren (mindestens mittlere Reife als formaler Bildung) mit einem standardisierten Fragebogen online befragt; die Befragten gehören zur ersten Generation, die mit den digitalen Medien (Computer, Computerspiele, Handy, Smartphone) aufgewachsen ist („Digital Natives“). Weitere Informationen: http://www.hamburgmediaschool.com/forschung/think-tank-journalismus/aktuelle-studie/