Arend Krause hat 2016 seinen Master im Studiengang Film, Bereich Kamera, an der HMS absolviert. Nun war er mit seinem Zweitsemersterfilm Yahrzeit auf dem wichtigen Cameraimage-Festival in Bydgoszcz . Ein Bericht.

Das Cameraimage ist weltweit das einzige Filmfestival, das Kameraarbeit zum Thema hat

Das Cameraimage ist weltweit das einzige Filmfestival, das Kameraarbeit zum Thema hat

Das Camerimage ist das internationale Filmfestival für Cinematographer/Kameraleute. Von verschiedensten Ländern der Welt treffen sich Filmemacher, um ihre Werke zu präsentieren, in Kontakt zu treten und in sog. Master Classes/Workshops ihr Wissen zu vermitteln. Darunter zeigen preisgekrönte Kameraleute Szenen aus ihren Filmen und präsentieren diese beispielsweise in Form eines Studioaufbaus nach. Sie gehen dabei auf Lichtsetzung, Bewegung und Kadrage ein. Weiter gibt es Seminare über Post Production Workflows, neuste Entwicklungen von Kameratechnik oder Diskussionsrunden/Philosophie der Director of Photography über deren Bildgestaltung.

 

Nach den Screenings im Hauptsaal gibt es immer ein Question und Answer, wodurch man gleich nach der Filmvorführung gezielte Fragen der Kameraperson stellen kann. Auf Abendveranstaltungen von Kamera- und Optikherstellern, wie z.B. ARRI, Vantage, oder Panavision, gibt es dann noch die Möglichkeit mit den erfahrenen Bildgestaltern in Kontakt zu treten.

 

Das Festival hat eine spannende Auswahl von Filmen, welche gerade im Wettbewerb durch die Vielfalt der internationalen Einreichungen, es interessant machen. Sektionen wie bestes Musikvideo machen das Programm abwechslungsreich und die Student Etudes Competition zeigt die Arbeit des Nachwuchs.

Arend Krause mit der Trophäe für "Yahrzeit"

Arend Krause mit der Trophäe für “Yahrzeit”

Das Camerimage ist mein persönliches Lieblingsfestival, da ich kein anderes kenne, indem man so nah mit Hollywood-Größen, oder Gleichgesinnten Filmemachern aus der ganzen Welt in Kontakt treten kann. Es ist eine spannende Woche ohne jeglichen Festivalstress, da die Atmosphäre entspannt ist und man sich keine Karten reservieren muss. Man geht einfach rechtzeitig ins Kino und bekommt immer einen Platz.

 

Mein Festivalbesuch diesen Jahres wurde mit dem Preis der Bronze Tadpole in der Student Etudes Competition gekrönt, für den Film Yahrzeit. Unter anderem war ein weiterer Film von mir als Kameramann nominiert, Butter Brioche. Unter 500 Einsendungen, wovon 28 im Kurzfilm-Wettbewerb liefen, war es eine riesen Ehre diesen Preis annehmen zu dürfen.