Nach ein vier Tagen Urlaub (yay, Zanzibar! Ein Traum! ) geht es für mich zurück ans Eingemachte: die Zukunftsplanung.

 

Ich habe nach meinen Recherchen in Burundi, Ostafrika und „weltweit“ einsehen müssen, dass persönliche Kontakte her müssen. Interessante Firmen und Beratungsagenturen als Arbeitgeber und Unternehmen als Auftraggeber machen es einem nicht leicht, direkt passende Stellenanzeigen und Aufträge einzusehen oder müssen zunächst einmal auf einen möglichen Bedarf aufmerksam gemacht werden. Einen Lebenslauf will ich nicht mehr rausschicken, es sei denn, er wird angefragt. Ich muss mich selbst als Person und Beraterin vermarkten. Ein Profil muss her. Ich sehe mich in gewisser Weise als Allrounder, muss mich allerdings nach meinem Markt spezifisch verkaufen. Wer sind also meine Kunden?

 

Nach einigem Sortieren stelle ich vier mögliche Märkte fest: 1) Privatunternehmen und Mittelständler, 2) Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit, 3) Beratungsagenturen und 4) Intermediäre und Trainingszentren.

 

Vier potenzielle Märkte habe ich identifiziert.

Vier potenzielle Märkte habe ich identifiziert.

 

 

Für Privatunternehmen, Mittelständler sowie Marketing-Agenturen kann ich konkrete Handlungsempfehlungen im Bereich Kommunikation, Marketing und Design anbieten. Übersetzungsarbeiten zwischen Französisch, Deutsch und Englisch möchte ich nicht zu sehr anpreisen, aber auch nicht gleich ausschließen.

 

Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit wie die UN, Oxfam, MSF usw. suchen nach festangestellten Kommunikationsfachkräften, nach Kurzzeit-Experten für Aufbau von Strategien und Umsetzung von Trainings sowie für konkrete Kommunikations-Arbeiten. Außerdem werden Organisatoren und Moderatoren von internen Workshops und Trainings gesucht.

 

Beratungsagenturen wie Deloitte, Adam Smith International etc. bieten Graduate-Programme und Festanstellungen an, wenig aber in der Region. Also ist auch hier eher eine Beratungstätigkeit als Kurzzeit-Experte denkbar. Im Bereich Kommunikation fallen dort vor allem die Erstellung von Strategien im Rahmen neuer Projekte und Programme an.

 

Besonders interessant finde ich Vermittler zwischen den Kontinenten und Agenturen zum Aufbau von Know-How auf dem afrikanischen Kontinent. Digify Africa beispielsweise bietet –ähnlich wie die Online Marketing Rockstars- Trainings im Bereich Online Marketing und Digitales an. JournAfrica bringt Nachrichten aus Afrika nach Europa. Die Deutsche Welle Akademie bietet Trainings und Vernetzung von Journalistischen Akteuren. Als Trainerin allerdings fehlt mir noch die nötige Erfahrung. Ich klammere diesen Markt aus, behalte ihn aber für die Zukunft im Gedächtnis. Ich werde mich im kommenden und auch letzten Jahr des MBA vermehrt mit Qualitätssicherung, Projektmanagement und Digitalem Business beschäftigen müssen, um meine Fähigkeiten dem Markt anzupassen.

 

Ich erstelle also drei Profile: eines als Marketing- und Kommunikationsberaterin, eines als Projektmanagerin und Strategin im Bereich Kommunikation, eines als Workshop-Organisatorin und Moderatorin. Die Grundsteine werden gelegt.

 

Gleichzeitig vernetze ich mich mit lokalen Mittelständlern, NRO-Mitarbeitern und Journalistischen Akteuren –sowohl beruflich als auch privat. Ich habe inzwischen sogar einen Kontakt zu einer Privathochschule, die auch im Bereich Kommunikation und Medien immer wieder nach Lehrpersonal sucht. Des Weiteren steht ein Termin mit einem ehemaligen burundischen Journalisten an, der seine eigene Beratungsagentur mit genau den Schwerpunkten Strategie-Entwicklung und Trainings gegründet hat. Ich kenne ihn privat und erhoffe mir von einem Kaffee-Pläuschchen einen Einblick in die aktuelle Marktsituation aus seiner Perspektive sowie gegebenenfalls weitere Kontakte.

 

Kleines Update an der aktuellen Jobfront: Ich arbeite nun nebenbei für zwei Firmen. Ich texte, mache konzeptionelle Kommunikationsarbeit und designe. Der Fuß ist in der Tür.

 

Next Step: Business-Plan und Finanzierung. Stay tuned…

 

So war unser Urlaub... :-)

PS: So war unser Urlaub auf Sansibar… :-)

 

Wer Teil eins verpasst hat, findet ihn hier. Und hier geht’s weiter zu Teil vier.