Wir sind nun seit gut einer Woche wieder in der Hanse Stadt, haben den Jetlag überwunden und uns wieder daran gewöhnt, dass Gefühlt kaum Menschen auf der Straße sind, selbst an einem Samstagnachmittag in der Mönckebergstraße. Außerdem erscheinen die Gebäude auf einmal so ungewöhnlich flach. Man fühlt sich gar nicht mehr wie in einer Großstadt.

Die Praxisprojekte und Hausarbeiten haben uns wieder eingeholt. Da schwelgt man umso lieber in Erinnerungen. Deshalb an dieser Stelle noch einmal ein kleiner Rückblick auf unsere Medienreise 2016 nach Dubai, Tokio, Kyoto und Osaka.

 

Osaka und Osaka

Osaka und Osaka

 

Kurz nach der Rückkehr beginne ich Beobachtungen, die ich in Hamburg mache mit Japan zu vergleichen. So fällt mir extrem auf wie dreckig Hamburg auf einmal erscheint. Normalerweise bin ich nicht so spießig, aber ich bin überrascht wieviel Müll auf der Straße liegt. Auf dem Weg morgens zur Arbeit beobachte ich einen Mann von der Stadtreinigung. In den gesamten zwölf Tagen in Japan habe ich nicht einen einzigen entdeckt.

 

Auf der Arbeit dann der große Kulturschock: es ist sehr laut, die Stimmung ausgelassen und die Nerf Guns in vollem Einsatz. Nun ist es generell in einem Startup etwas wilder und aufgeweckter als in einem traditionellen Verlagshaus, doch nach unserem Japanaufenthalt muss ich mich erst einmal wieder daran gewöhnen. Dort gilt es selbst in der der U-Bahn als unhöflich sich zu unterhalten. Ich setze also meine Kopfhörer auf und versuche zu arbeiten. Kurz vor dem Mittagessen, natürlich pünktlich um zwölf, schweift mein Blick durch das „open office“ und ich weiß es plötzlich zu schätzen wie viel Platz wir eigentlich haben. Raum ist in Japan sehr rar und deswegen kostbar. Die meisten Büros, öffentliche Plätze, Hotelzimmer und Bars müssen sehr effizient genutzt werden.

 

Auf der Reise haben wir viele sehr verschieden Firmen gesehen und Eindrücke einfangen können. Vom Startup bis hin zum großen und sehr traditionsreichen Medienunternehmen, vom Film Business über User Interface Agenturen hin zu Manga Verlagen. Alles in allem stellen wir aber fest, dass in Japan auch nur mit Wasser gekocht wird. Die Unternehmen stehen vor ähnlichen Chancen und Herausforderungen wie die deutsche Konkurrenz. Das Schlagwort heißt Digitalisierung. Etablierte Unternehmen müssen Strategien entwickeln, um den Anschluss nicht zu verpassen und ihre Position im Wettbewerb nicht zu verlieren. Es stellt sich also die Frage: Wie wird mit Innovation und Wandel umgegangen? Wie können neue Denkweisen etabliert werden ohne wertvolle Human Ressources zu verlieren? Stichwort- flache Hierarchien und kurze Abstimmungswege.

 

Wenn ihr neugierig geworden seid mehr über Japans Medienlandschaft und Kultur zu erfahren, dann checkt auf jeden Fall unser bald erscheinendes Story Telling Tool aus, das wir hier teilen werden. Da erfahrt ihr dann alles rund um diese beeindruckende Reise! Der Link kommt sobald es fertig ist.

 

Ein Häppchen Japan in Hamburg – Vielen Dank Philipp Holz

Ein Häppchen Japan in Hamburg – Vielen Dank Philipp Holz