Liebe Trend-Jäger und Medien-Junkies,

Dunkelheit, Kälte und voraussichtlich bald Nässe, haben nur einen einzigen Vorteil: Man kann es sich ohne schlechtes Gewissen mit einer Decke auf der Couch gemütlich machen oder auch mal einen Sonntag im Bett verbringen und dabei die neusten Fernsehserien und Filme schauen. Die Bewegtbildbranche steht nicht still, aber lest selbst.

 

Tribeca Shortlist – Auf Experten verlassen

Bei der Tribeca Shortlist handelt es sich um einen Streamingdienst, der für einen Preis von monatlich 4,99 US-Dollar handverlesene Filme anbietet. Statt einer Auswahl durch Algorithmen werden die Filme von Experten kuratiert. Die Filmempfehlungen stammen dabei von Schauspielern, Regisseuren und auch Gründern von Bewegtbild-Startups. Neben dem Model Yaya DaCosta und dem Emmy-Gewinner John Leguizamo ist auch Lisa Donovan, Schauspielerin und Mitgründerin des Multi Channel Networks Maker, an Bord. Hinter dem Dienst stehen die Firmen Lionsgate und Tribeca Enterprises.

 

Making a Scene – Game of Thrones als Sitcom?

Egal ob „Game of Thrones“, „Breaking Bad“, „Sex and the City“ oder „Golden Girls“: Fernsehserien erfreuen sich einer großen Fangemeinde. Doch was passiert, wenn „Game of Thrones“ auf einmal als Sitcom daher kommt oder „Breaking Bad“ mit „Sex and the City“ gemischt wird? Das spannende Experiment fördert unterhaltsame Videos ans Tageslicht. Das Ganze zu verantworten hat James Franco in seiner Show „Making a Scene“, die es auf AOL zu sehen gibt. Während sich die erste Staffel noch auf Filme konzentrierte, kommen in der zweiten Staffel nun Serienfans auf ihre Kosten.

 

Discovery VR – Virtuelle Realität

Der Discovery Channel überzeugt seit vielen Jahren durch herausragende Dokumentationen, die den Zuschauer zu fremden Plätzen und unbekannten Erlebnissen führen. Eine Erweiterung des Konzerns in Richtung Virtual Reality scheint daher nur logisch. So kann das Publikum noch lebensnaher an den Sendungsinhalten, bspw. einem Tauchgang mit Haien, dran sein. Die Plattform DiscoveryVR bündelt die Bestrebungen im VR-Bereich. Für die komplette immersive Erfahrung benötigt der Nutzer möglichst Google Cardboard oder die Samsung Milk VR sowie die DiscoveryVR App.

 

Hyper – Auf der Suche nach Shortform Videos im Internet

Bei text- und bildbasierten Nachrichten werden Apps zum Aggregieren und Kuratieren von Inhalten bereits länger genutzt. Der Anbieter Hyper setzt diesen Trend im Bereich Onlinevideo fort. Inhaltlich fokussiert sich Hyper auf hochwertige Kurzformstücke. Um wirklich gute Inhalte zu entdecken, entscheiden keine Algorithmen, sondern Journalisten und Filmemacher im Team über die Einbindung der Videos. Täglich werden sechs bis zwölf  Videos ausgewählt und in ein digitales Magazin-Layout gepackt. Derzeit gibt es Hyper nur auf dem iPad, eine iPhone-Version ist jedoch geplant.

 

Genug vom Fernsehschauen? Dann guck doch mal in den täglichen “Case of the Day” des nextMedia.Kompass, denn dort gibt es weitere Innovationen rund um die Medienbranche zu entdecken. In Kooperation mit nextMedia.Hamburg identifiziert das InnoLab der HMS jeden Monat spannende Cases und stellt sie registrierten Nutzern exklusiv als Trendreport zur Verfügung.