Und schließlich stand er im Kalender: Der letzte Tag der Medienreise: Check-out in Kyoto und ab zum Flughafen nach Osaka. Und so rollt der Track von erschöpften 29 Teilnehmern und ihren Rollkoffern aus dem Hostel gen U-Bahnstation.

Aber was wäre denn ein Ende der Medienreise, wenn nicht auch heute Programm auf dem Plan stände: Während sich die eine Hälfte der Reisegruppe bereits zum Strand in der Nähe des Flughafens aufmacht um bei Quallen und Kieselsteinen auf den Abend wartet, stürzen sich die anderen noch in das letzte Gefecht in Osaka:

Cosplayer

Cosplay (jap. コスプレ, kosupure) ist ein japanischer Verkleidungstrend, der in den 1990er Jahren mit dem Manga- und Animeboom auch in die USA und nach Europa kam. Beim Cosplay stellt der Teilnehmer eine Figur – aus Manga, Anime, Computerspiel oder Film – durch Kostüm und Verhalten möglichst originalgetreu dar. Der Begriff Cosplay, ist ein japanische Kofferwort aus den englischen Begriffen costume und play (frei übersetzt „Kostümspiel“).

Die Manga-Convention “Comic-City”. In drei riesigen Hallen strömen tausende japanische Comicliebhaberinnen von einem Mangastand zum nächsten. Die meisten von ihnen gestylt in den merkwürdigsten Kostümen, auf Stelzen, verkleidet als futuristische Flugzeugträger, in faschistischen Steampunk-Uniformen oder als alienartige Schulmädchen, wuseln sie zwischen selbstgebastelten Ohrringen, Fanzines und Hentai-Porno-Heften durcheinander. Warum die meisten Besucher Mädchen sind, wieso es kaum ein Kostüm doppelt gab, und warum wir als Touristen in dieser kognitiven Überforderung dennoch bsonders aufgefallen sind bleibt uns für immer ein Rätsel.

Während sich danch eine weitere Gruppe absplittet um das freie W-Lan im Starbucks zu nutzen und einfach auf den Abflug zu warten, geht es für den Rest nach einem kurzen Snack in der anliegenden Shoppingmall weiter zu Osakas ältester Tempelanlage. Aber als nach langen U-Bahnfahrten schließlich der Regen einsetzt, die Tempelanlage geschlossen wird und die große Pagode in ein graues Baugerüst eingepackt ist, muss auch die hartnäckige Entdeckertruppe um Nils Grannemann mit schmerzendem Herz einsehen, dass es man nicht mehr rausholen kann und es Zeit ist zum Flughafen aufzubrechen.

Auf nach Hause mit unseren neuen Freunden Robbie-San und Pikachu!

Auf nach Hause mit unseren neuen Freunden Robbie-San und Pikachu!

Und dann geht sie los, die 24 Stunden Transit-Hölle aus U-Bahn, Zug, Flughafen-Check-In, Boarding-Procedure. Aufgelockert wird der Transport über die Kontinente nur noch durch die Verleihung des großen Preises für den besten Teilnehmer der Daily Challenges: Phillip Isfort und seinen Mitstreitern. es folgen lautstark die Danksagungen an die großartige Organisation von Nils, Jil, Sonja und Herr Rott. Und so geht’s nach großem Klatschen, Lachen und den letzten Duty-Free Einkäufen in den Flieger: Nach neun Stunden Flug, Aufenthalt in Dubai, verspäteter Abflug, Landung nach 6 Stunden, Passüberprüfung, Gepäckentnahme und endlich endlich endlich in die eigenen vier Wände.

Und so sind am Ende alle sicher gelandet, jedes Gefühl für Zeit ist verloren, kein Souvenir ist gebrochen und trotz Ninjasternen, Pandafellen und vier Kilo Nashornpulver sind alle sicher durch den Zoll gekommen. Völlig im Jetset versunken fallen die letzten Verabschiedungen dementsprechend formlos aus.  Einzig zu verarbeiten bleiben jetzt 14 Tage konstanten Inputs krasser Eindrücke einer einzigartigen Welt. Oh man, danke HMS, das war ein geiler Trip.

Arigatou HMS, das war spitze!!!

Arigatou HMS, das war spitze!!!