Meinungsfreiheit ist wichtig, auch hier in Deutschland sollte sie nicht für selbstverständlich genommen werden. Zu diesem Thema ein ebenfalls sehr interessanter Beitrag von meiner Kommilitonin Bettina Maenner-Thiel. Und nicht nur hier auf dem Blog wird die Fahne der Meinungsfreiheit hochgehalten.

„Wir wollen wieder die besten journalistischen Leistungen in deutscher Sprache küren“, so Christian Krug, Chefredakteur des Sterns.

Eine Aufgabe, die gerade in diesen turbulenten Zeiten immer wichtiger wird. Während der Vorwurf der “Lügenpresse” auftaucht und das Vertrauen in die journalistische Berichterstattung schwindet, sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass Qualität und Meinungsfreiheit in der Presse keinesfalls ausgestorben sind. Die dafür notwendigen Arbeitsbedingungen sind mittlerweile rar, tiefgründige Recherche in Zeiten der schnellen, digitalen Nachrichten immer seltener. Aber auch heute noch gibt es Texte, in die viel Herzblut und Zeit investiert wird. Die Ausnahmen, an denen teilweise jahrelang gearbeitet und recherchiert wurde. Ausnahme, die Aufmerksamkeit verdienen.

Nachdem er im vergangenen Jahr ausgesetzt wurde, fand im Jahr 2016 erneut eine festliche Verleihung statt, um mit dem Nannen-Preis außergewöhnliche redaktionelle Leistungen zu küren. Dabei ist dieses Jahr einiges anders, Krug will den Fokus durch Minimalismus erneut auf den Journalismus und die redaktionellen Inhalte lenken, keine Inszenierungen, kein großes Tamtam – daher sammelte sich die Branche am 28. April nicht wie früher im Kampnagel, sondern im Curiohaus und deutlich kleinerer Besucheranzahl. 550 Gäste waren da, und darunter wir!

Zugegeben, wir waren erst zur Aftershow geladen. Und trotz der schönen Worte wird vor allem auch die finanzielle Situation des Sterns und der gesamten Verlagsbranche ein Grund für den kleineren Rahmen sein, in dem der Nannen-Preis dieses Jahr verliehen wurde. Nichtsdestotrotz freuten wir uns über die Einladung und tauchten neugierig und ein wenig herausgeputzt am Abend im Curiohaus auf.

Über roten Teppich und zur Anmeldung, wo man uns allen Ernstes an unseren Namen erkannte und wusste, dass wir für den Blog schrieben. Ich war verdutzt und auch ein wenig geschmeichelt. Mit Namensschildern ausgestattet gingen wir hinein. Es war etwas seltsam, dass viele Gäste im Foyer stehen blieben und auch den Rest des Abends dort verbringen wollten, wie sich später herausstellte. Wir suchten uns ein Plätzchen im Inneren und machten es uns dort bequem. Nur wenig später trafen wir weitere HMS-Kollegen aus dem oberen Jahrgang und schossen natürlich erst einmal ein Beweisfoto.

 

HMS auf der Nannen Aftershow

Rote Post-its mit Buchstaben waren an den Wänden zu Wörtern angeordnet. Neben deftigen Häppchen gab es selbstgemachte Pralinen, die fantastisch waren. Wir entdeckten den kleinen Stand, als wir uns ein wenig umsahen und mussten noch zweimal zurückkehren, um weitere der kleinen Köstlichkeiten zu probieren. Über eine Treppe gelangte man auf die obere Etage, auf der die tatsächliche Verleihung stattgefunden hatte. Hier sammelte sich die Prominenz. Von Philipp Westermeyer, den wir natürlich von der HMS persönlich kannten, über Linda Zervakis und Stefan August bis hin zu TV-Politikern wie Frank-Walter Steinmeier gab es einige bekannte Gesichter an diesem Abend.

Presse, Pralinen und Prominenz – dieses Jahr jedoch ohne Prunk, was, wie man an diesem Abend sehen konnte, der Feier der Journalismus-Branche keinen Abbruch tat.