Liebe Trend-Jäger und Medien-Junkies,

Spiele faszinieren uns. Sie wecken das innere Kind in einem. Spielfreude ist das oberste Ziel und so gehören Langeweile, Frustration oder Stress der Vergangenheit an. Interessant dabei: Die Spieler gehen oft Game Over, aber das stört sie nicht weiter. Dafür müssen verschiedene Anforderungen von einem gut funktionierenden Spiel erfüllt werden: klare Definition von Zielen, Festlegung von Regeln, Herausforderungen und Feedback. Sind diese Kriterien erfüllt, kommt der Spieler in einen Flow und erfährt ein positives Spielerlebnis. Kein Wunder also, dass der Ansatz des Spielens immer stärker auch auf andere Bereiche wie das Marketing oder die Personalführung ausgeweitet wird. Das Schlagwort lautet Gamifizierung und hierum dreht sich auch der Vortrag von Tahsin Avci von Pop Rocket Studios bei der nextMedia.Hamburg Lecture zum Thema „Gamificiation of Contents“. Wo wir Gamification finden können? Hier ein paar Beispiele aus unserer Trend-Recherche.

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nextMedia.Lecture zum Thema Gamification

Gululu – Kinderleicht Wasser trinken

Seinen Kindern beizubringen, ausreichend zu trinken, kann anstrengend sein. Einen modernen Ansatz, ausreichende Wasserzufuhr sicherzustellen, stellt die smarte Wasserflasche Gululu dar. Die Flasche besitzt einen integrierten Bildschirm, auf dem ein virtuelles Wasser-Haustier lebt. Wenn das Kind genug trinkt, beginnt ein individuell gestaltetes Tier, zu wachsen und neue Abenteuer zu erleben. Sensoren können feststellen, ob das Kind trickst oder wirklich aus der Flasche trinkt. Gululu ist derzeit für 89 USD bei Kickstarter erhältlich. Der spätere Verkaufspreis soll bei 129 USD liegen.

 

Fort McMoney – Im Herzen der Ölindustrie

Schon etwas älter, aber trotzdem sehr beachtenswert ist Fort McMoney. Fort McMoney ist ein Doku-Game von David Dufresn. Die Produktion stammt von TOXA und dem National Film Board Kanada in Zusammenarbeit mit ARTE. Das Spiel handelt von der Zerstörung der kanadischen Urwälder, um aus Teersand Öl zu gewinnen und der Frage, wie ökonomisches Streben und ökologisches Gewissen in Balance gehalten werden können. Der Spieler entdeckt die Stadt, befragt Einwohner, gewinnt an Einfluss und versucht letztlich seine Sichtweise durchzusetzen. In der ersten Runde haben bereits über 300.000 User mitgemacht.

 

Varusschlacht und Westfälischer Frieden – Museum ganz spielerisch

Egal ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, die Museen haben es schwer Besucher zu begeistern und akquiriertes Wissen weiterzugeben. Dabei kann es doch so interessant sein! Das Museum Kalkriese und das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster haben sich das auch gedacht. So wird die Varusschlacht mit einem Online-Game zur spannenden Entdeckerreise. Über 90 Fragen können online und vor Ort gelöst werden, für jede Frage gibt es Punkte, die wiederum weitere Quizzes freischaltet. Am interaktiven Spieltisch in Münster können bis zu 10 Personen die Rolle von Gesandten einnehmen, Geld und Wertkarten tauschen und gleichzeitig etwas über den langen Weg zum Frieden zwischen Münster und Osnabrück lernen.

 

Noch nicht genug erfahren? Dann empfehle ich den nextMedia.Kompass, den wir in Kooperation mit nextMedia.Hamburg herausgeben. Jeden Tag gibt es einen neuen Case of the Day, monatlich erscheint der gebündelte Report.