Vier Monate ist es nun her, seitdem drei Studierende der Hamburg Media School an Talent meets Bertelsmann teilgenommen haben. Eine davon war ich und immer wieder werde ich gefragt, was da denn los war. Ein FAQ scheint mir eine gute Lösung zu sein:

 

Was ist Talent meets Bertelsmann eigentlich genau?

Talent Meets Bertelsmann ist eine Mischung aus einem internationalen Talentwettbewerb und einer Networking-Veranstaltung. Ich bin mir sicher, jeder Teilnehmer stimmt mir zu, dass TMB drei ereignisreiche, spannende und lange Tage sind.

 

Wer macht denn da so mit?

Bei mir war es so, dass es 64 Teilnehmer gab von über 1300 Bewerbern aus 119 verschiedenen Länder. Der Großteil war aus Deutschland. Jeder einzelne der Teilnehmer hatte einen Wahnsinns-Lebenslauf. Ich habe sowohl mit Bachelor- als auch mit Masterstudenten gesprochen und nicht alle kamen direkt aus dem Medienbereich. Aber jeder hatte es voll drauf. Alle waren mit Leidenschaft und Tatendrang dabei, sich selbst als auch seine/ihre Umgebung zu verbessern. Die Atmosphäre der Veranstaltung war dadurch einmalig.

 

Und wie komm ich da hin?

Ganz einfach! Man muss sich nur bewerben. Einfach rechtzeitig Ausschau halten und sich so schnell wie möglich bewerben, ist dabei das A und O. Ich habe mich bereits in den ersten Tagen mit Bewerbungsschreiben und den üblichen Dokumenten beworben.

Nach einer erfolgreichen schriftlichen Bewerbung wird man dann zum zeitversetzten Interview geladen. Eine äußerst ungewöhnliche Situation, wenn man bisher nur klassische Interviews hinter sich hatte. Als Bewerber sprichst du da nur mit dem Computer. Keine Reaktion. Kein Feedback. Du hast keine Ahnung, wie das Interview gelaufen ist, bis du deine Antwort nach Bewerbungsschluss bekommst. Etwas nervenaufreibend, das muss ich zugeben, aber definitiv die Erfahrung wert.

 

Wenn man dann mitmachen darf, was passiert dann?

Dann wirst du nach Berlin eingeladen. Bevor es aber nach Berlin geht, wirst du in ein Team eingeteilt. Da Bertelsmann aus unterschiedlichen Firmen besteht, liegt es nahe, dass alle Teilnehmer einer Bertelsmann-Firma zugeteilt werden. Ich hatte das Glück, bei Penguin Random House dabei zu sein. Zusätzlich gibt es noch Gruner + Jahr, Printing Group, Education Group, BMG, RTL und arvato. Je nachdem in welchem Team du bist, kann es auch gut sein, dass du mehrere Informationen zugeschickt bekommst, die für eure spätere Aufgabe wichtig sein könnten.
Außerdem kannst du dir vor Beginn der Veranstaltung die CYOC App herunterladen, da sind dann alle Leute aufgelistet, mit denen du etwas zu tun haben könntest. Zusätzlich hast du auch immer die Agenda griffbereit.

Eine Facebook Gruppe gibt es auch, eine super Möglichkeit, um deine Teammitglieder schon im Vorfeld kennen zu lernen.

 

Es ist soweit: Der erste Tag ist da, was erwartet mich?

Mittags solltest du spätestens im Hotel sein. Bei uns war es so, dass sich ein paar Teilnehmer bereits vorher zum Kaffee direkt im Hotel getroffen haben. Danach ging es Bertelsmanns Representative Office, dort haben wir den Großteil unserer Zeit während der drei Tage verbracht. Nach einem kurzen Networking geht’s dann los. Ihr werdet begrüßt. Eure Workshop-Fragen bekommt ihr noch nicht, das dauert noch ein bisschen. Als erstes werdet ihr für zwei kleine Aufgaben in eure Teams geschickt. Die Aufgaben sind zwar nicht relevant für eure Endpräsentation, sollten aber dennoch nicht unterschätzt werden. Sobald ihr mit euren Tasks fertig seid, ist es Zeit für eine Pause. Auf der Dachterrasse, mit super Blick auf den Berliner Dom, gibt es genug zu essen, zu trinken und zu schnacken.

PenguinRandomHouseTeam

Der erste Tag ist überstanden, was passiert am zweiten Tag?

Jetzt wird es ernst. Nach eurem Frühstück im Hotel geht es wieder ins Representative Office von Bertelsmann, wo ihr endlich eure Aufgabe bekommt. Jedes Team hat eine andere Frage, die sich immer auf euer Unternehmen bezieht. Wie lange habt ihr Zeit? 5 ½ Stunden! Essen gibt es zwar in eurem Teamraum, die Zeit das aber auch nur wahrzunehmen, habt ihr nicht.
Nach Ablauf der Zeit gebt ihr eure Präsentation ab und macht euch auf den Weg zur Präsentationslocation. Wir waren im Radialsystem, denn bei uns gab es zum ersten Mal über 400 Zuschauer bei der Präsentation. In den Jahren zuvor blieben die Präsentationen im gleichen Gebäude. Bei der zehnten Ausgabe, also unserer, wollten die Veranstalter das Ganze aber etwas vergrößern.
Ein Moderator führt durch die Veranstaltung und Thomas Rabe (CEO Bertelsmann) begrüßt euch. Per Zufallsprinzip geht es dann los. Jedes Team hat 10 Minuten Zeit, sein Ergebnis zu präsentieren, danach gibt es 10 Minuten für ein Q&A der Jury. Die Jury besteht übrigens aus verschiedenen Mitgliedern des Executive Boards und dem Management Komitee von Bertelsmann, inklusive Thomas Rabe.

Danach wird es richtig spannend. Thomas Rabe verkündet die Gewinnerteams. Übrigens, jedes Gewinnerteam darf eine Reise machen. Platz 3 ging bei uns nach Köln, Platz 2 nach Paris und Platz 1 nach New York. Was denn in New York so passiert, könnt ihr in meinem nächsten Blogpost sehen ;) .

Sobald dann klar ist wer gewonnen hat, kann auch gefeiert werden. Neben ganz viel Alkohol gibt es auch ganz viel Essen. Mehrere Foodtrucks waren da und man konnte sich so viel nehmen wie man wollte. Aja, und ganz nebenbei gab’s ein Konzert, bei uns war es KMF. Ziemlich guter Tag, muss man schon sagen.

TMBWinner

Ich habe Tag 2 überlebt, was passiert an Tag 3?

Feedback, Feedback, Feedback und ein bisschen Networking. Zuerst gibt es ein Gruppenfeedback, danach ein heiß ersehntes Frühstück mit Waffeln, Pancakes und allem drum und dran. Danach gibt es wieder Feedback, aber diesmal einzeln mit eurem persönlichen Coach. In den vergangenen Tagen sind nämlich alle Teilnehmer von verschiedenen Coaches beobachtet worden. Während der Veranstaltung bekommt man das kaum mit, aber das Feedback, das ihr bekommt kann sehr hilfreich sein.

Nach etwas mehr Networking und einer abschließenden Präsentation wird man wieder in das normale Leben entlassen. Um das um viele Eindrücke, Kontakte und Jobangebote reicher.

Hier findet ihr noch ein Video, das die ganzen drei Tage zusammenfasst.