Was haben Geschäftsmodelle und Leberkäse gemeinsam? Auf den ersten Blick, zugegeben, nicht so viel. Auf den zweiten Blick sieht das schon ganz anders aus. Nämlich dann, wenn aus einer kleinen Idee, etwas Großes wird, und das Ganze innerhalb eines Seminars passiert.

 

Eine Unternehmung beginnt immer mit einer Idee und eine Idee entsteht aus den verschiedensten Gründen. Manchmal hängt sie damit zusammen, dass wir für irgendeinen Themenbereich oder irgendein Hobby leidenschaftlich brennen, manchmal ist es etwas, das wir immer schon im Kopf hatten, aber noch nie ausgesprochen haben oder es ist, wie in diesem Fall, ein klassischer „Pain“ also ein Schmerz, ein Bedürfnis, das bisher noch nicht befriedigt werden konnte. Denn unsere Linda leidet unter akutem Leberkäse-Mangel. Aber sie will nicht irgendeinen Leberkäse. Nein, ein Vernünftiger aus der schwäbischen Heimat und da hat Hamburg leider überhaupt nichts zu bieten.

 

Ein gescheites Geschäftsmodell muss her. Die Gruppe zückt Brown Paper, Stifte und Post-It’s und beginnt mittels Canvas, die ersten Ideen zu strukturieren. Es müssen viele Fragen beantwortet werden: Eigenproduktion oder Fremdproduktion, Logistik, eigenes Geschäft oder Foodtruck, nur Leberkäse oder schwäbische Spezialitäten generell? Nur eine klassische Sorte oder wird es eine Lifestyle-Hipster-Leberkäse-Geschichte werden? Und sehr wichtig: Gibt es noch mehr Menschen in Hamburg, die unter Leberkäse-Mangel leiden? Was geht in diesen Menschen vor? Was können wir generell als Unternehmung versprechen, um die Bedürfnisse des Kunden zu befriedigen und was hebt uns von anderen ab?

 

Viele Fragen, die innerhalb einer Geschäftsmodell-Entwicklung beantwortet werden müssen und mit denen sich wechselnde Gruppen beschäftigen, denn neben der Leberkäse-Idee, werden außerdem Hudilink (nie wieder vergessen, wo ich bei meinen Serien war), Gymmate (nie wieder alleine trainieren) und Trainetix (buche deinen eigenen Personal Coach) in Angriff genommen.

 

Wenn das Modell entwickelt ist, muss sich gefragt werden, ob die wichtigsten Annahmen, die man getroffen hat, auch stimmen. Das funktioniert nur, wenn man sie testet. Und das am Besten mit so wenig Risiko, wie möglich. Bei Leberkäse bleibt da nur die Erstellung erster Prototyp-Produkte und der Geschmackstest durch erprobte Gaumen. In diesem Falle die Gaumen von hungrigen Medienmanagement-Studenten und ihrem Dozenten.

 

Teller, Essen, Leberkäse vergan, Medienmanagement

Der vegane Leberkäse überzeugte leider nicht alle
und muss vor dem Markteintritt noch angepasst werden 😉

 

Und da ließ sich die Gruppe nicht lumpen: Wir naschten von großartig angerichteten Tellern Leberkäse, der asiatischen Art, Leberkäse, klassisch im Brötchen, Leberkäse an Knödeln mit Cranberry-Soße und nicht zuletzt auch eine vegane Version. Vielen Dank dafür, es war exquisit!

 

Satt und zufrieden lassen sich dann Finanzpläne auch viel leichter erstellen….so jedenfalls die Idee… 😉