Unser dreimonatiger Kurs “Mediaplanung” bei Herrn Esch sollte mit einem Besuch in seiner Agentur OMD enden. Ausstieg an der Haltestelle St. Pauli. Ein ganz schönes Treiben am Morgen. Leute kaufen sich noch am Kiosk einen Kaffee oder eine Zeitung und strömen in verschiedene Richtungen zu den Bürogebäuden. Ich muss mich erst mal orientieren. Zirkusweg 1 – einmal über die Kreuzung und dann ein hohes Gebäude. Hohe Gebäude gibt es hier viele – ach, da sind welche aus meiner Klasse. Ziel erreicht. Es ist schön, mal aus der HMS rauszukommen und wenigstens für 90 Minuten in die Welt von Herrn Esch einzutauchen.

 

Zirkusweg 1

Zirkusweg 1

 

Herr Esch holt uns in der Lobby ab und es geht mit dem Fahrstuhl in den 17ten Stock. Oder war es das 20tige Stockwerk? Auf jeden Fall hoch hinaus. Die Aussicht lässt uns alle erstmal stauen.

 

Eine tolle Aussicht über den Hafen

Eine tolle Aussicht über den Hafen

 

Wir werden in einen Raum geführt, wo wir von zwei jungen Herren in Empfang genommen werden. Bastian und Eike. Sie werden uns die nächste Stunde etwas über die Media Map von OMD erzählen, und wie sich das Geschäftsmodell von OMD verändert bzw. den Wünschen der Kunden anpasst. Durch die Digitalisierung und die Konvergenz der Medien sind nicht nur die klassischen Medienakteure in der Wertschöpfung gefordert, ihre Geschäfts- und Erlösmodelle zu überdenken, sondern auch Intermediäre, wie Werbevermarkter oder Mediaagenturen, müssen sich zusätzliche Expertise aneignen, um die Chancen der Digitalisierung für sich zu nutzen.

Um ihren Kunden einen bestmöglichen Service, nicht nur in Bezug auf die Mediaplanung, zu bieten, wurde 2006 der erste Entwurf der Media Map entwickelt. Die Media Map soll dabei helfen Vorhersagen zu treffen, wie sich der Markt in Zukunft für die Akteure entwickelt und wo Erlöspotential besteht. Konkret: Es sollen also Ideen von der Zukunft entworfen werden. Die Basis für dies Zukunfts-Szenarien sind robuste Daten und die Interpretationsfähigkeit der OMD Mitarbeiter.

 

Präsentation der Media Map

Präsentation der Media Map

Bastian und Eike erzählten uns auch von zwei Megatrends, die den Markt gerade prägen.

 

1) Smart empowerment

 

2) Fast fragmentation

 

Für Firmen ist es bei diesen zwei Megatrends besonders wichtig, dass sie Leistungen und Services entwickeln, die diesen technologischen Wandel nutzen um einen Wettbewerbsvorteil zu erhalten. Die vier Treiber der Megatrends sind

 

1) die zunehmende Mobilität, vor allem getrieben durch die Urbanisierung und die steigende mobile Nutzung.

 

2) die Vernetzungsdichte, die maßgeblich durch den mobilen Fortschritt und die Ubiquität des Internets getrieben wird.

 

3) Algorithmen, die als Grundlage von Marktforschung und Konsumentenerhalten dienen.

 

4) die digitale Integration, welches ein System von System darstellt, auf dessen Basis Innovation erschlossen und Geschäftsmodelle optimiert werden.

 

 

Ein kleiner Einblick in die Media Map

Ein kleiner Einblick in die Media Map

 

Ein Zitat beschreibt diese Entwicklung besonders passend:

“The future is already here – It´s just not evenly distributed” (William Gibson).

 

Neben der Umgang mit den Megatrends und ein Anpassung der Geschäftsmodelle ist es auch wichtig, dass die Kunden richtig identifiziert und geclustert werden. Doch wie kann man Verhalten von Menschen in Bezug auf den technologischen Wandel ausdrücken? Um genau dieses Verhalten greifbarer zu machen, sind in der Media Map vier verschiedene Typen aufgezeigt, wobei Bastian und Eike davon überzeugt sind, dass jeder von uns Muster der vier Typen in sich selber wiederfindet.

 

Die Media Map unterscheidet zwischen diesen vier Typen von Menschen und ihre Einstellung gegenüber dem technologischen Wandel:

 

Der Entdecker: “Technologie ist meine Religion”.

 

Der Pragmatiker: “Technologie und Service müssen mein Leben besser machen”.

 

Die Mehrheit: “Wir wollen Unterhaltung”.

 

Der Bewahrer: “Keine Experimente, keine Überforderung”.

 

Die Kunst für die Unternehmen besteht darin, eine Adaption der Technologie, bezogen auf die Wünsche der Kunden zu finden und gleichzeitig den Spagat zu den Bedürfnissen der Werbekunden zu gewährleisten. Die einzelnen Kanäle spielen hier eine untergeordnete Rolle, Stichwort: Konvergenz der Medien und crossmediale Ausspielung von Inhalten und Werbebotschaften.

Für Marken ist es wichtig, dass es zu einer Komplexitätsreduktion kommt und sich auf Technologie und Empathie konzentriert wird. Besonders gilt zu beachten, dass die Marke eine Relevanz und Effizienz darstellt, um sie skalierbar zu gestalten und in den Alltag der Nutzer zu integrieren.

 

Nach der Präsentation von Bastian und Eike hatten wir noch die Möglichkeiten, uns in der Agentur umzusehen und nutzten die Chance für ein abschließendes Foto.

 

Besuch bei OMD

Besuch bei OMD

 

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Esch für diese Einladung und den spannenden Besuch bei OMD.