Das erste Trimester ist um, und die Hälfte vom Zweiten ist auch schon wieder vorbei. Die Zeit rast. So langsam fängt man an, sich Gedanken zu machen wie man den Sommer in den drei freien Monaten verbringen möchte. Und was mache ich danach? Soll ich ins Ausland gehen für ein Trimester oder doch lieber in Hamburg bleiben und diese Monate an der HMS verbringen? Diese Fragen treiben mich im Moment um, es gibt so viele Möglichkeiten und alle haben ihren eigenen Reiz.

 

Das Praktikum

 

Dass ich im Sommer ein Praktikum machen möchte, weiß ich sicher. Im Bachelor habe ich bisher nur ein Praktikum absolviert und danach direkt mit dem Master angefangen. Das heißt, bevor ich in die Arbeitswelt einsteige, möchte ich mehr Erfahrung sammeln und erkennen, welchen Weg ich überhaupt gehen möchte. Über unseren Univerteiler, Stellenbörsen und den Austausch mit anderen erfährt man schnell, wie viele Möglichkeiten sich einem bieten. Doch welchen Bereich möchte ich im Sommer kennenlernen, auf welche Stellen bewerbe ich mich und was mache ich, wenn ich am Ende keine passende Stelle finde? Ich hoffe, dass sich diese Fragen in den nächsten Wochen für mich klären. Der Bereich der Beratung reizt mich im Moment sehr, aber mal sehen wohin es mich am Ende verschlägt.

 

Das Auslandstrimester

Ob Europa oder Übersee, die HMS bietet einem viele Möglichkeiten. Doch eine Option hat es mir besonders angetan: Kopenhagen. Vor ungefähr drei Jahren habe ich mit meinen Eltern vier wunderschöne Tage in der Hauptstadt Dänemarks verbracht und mich sofort in diese Stadt verliebt. Das viele Wasser, die freundlichen Menschen und die Atmosphäre hatten eine enorme Wirkung auf mich. Ich kann mich noch genau an den Moment erinnern, kurz vor der Abfahrt, als ich mit meiner Mutter durch die Straßen lief und wir beide plötzlich feststellen mussten, dass wir uns vorstellen könnten in dieser Stadt zu leben. Und dieses Gefühl hatte ich seitdem an keinem Ort wieder. Natürlich, es gibt viele schöne Städte. Aber das Gefühl zu haben, eine Stadt könnte mein Zuhause werden, ist für mich ein sehr seltenes.

Wunderschönes Kopenhagen

Wunderschönes Kopenhagen

 

Und nun gibt es Kopenhagen auf der Liste der Erasmus Partneruniversitäten. Ist das vielleicht ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass ich nun die Möglichkeit habe, dort wirklich für eine begrenzte Zeit zu leben? Ich weiß es nicht. Vor Beginn des Masters war ich mir sicher, ich möchte an der HMS nichts verpassen und werde deshalb nicht ins Ausland gehen. Dieses Gefühl habe ich immer noch und trotzdem bin ich am Zögern. Das erste Praxisprojekt zu verpassen finde ich einen traurigen Gedanken, immerhin sind diese Projekte ein großer Pluspunkt dieses Masterprogramms und trotzdem erzählen alle aus den Jahren vor mir, die im Ausland waren, dass sie es mir auf jeden Fall empfehlen würden. Es folgen ja noch zwei weitere Projekte und die Erfahrungen, die man im Ausland sammelt, kann einem keiner nehmen. Und ist nicht das Studium ein idealer Zeitpunkt um im Ausland zu leben und einfach neue Leute kennenzulernen? Im Job stelle ich es mir im Ausland deutlich schwerer vor.

 

Durch den Austausch mit Anderen und das Hineinhorchen in mich habe ich nach einigen Wochen eine Entscheidung getroffen. Ich meine: Wenn nicht jetzt, wann dann? Die Möglichkeit, eine begrenzte Zeit in einer tollen Stadt zu haben, ergibt sich jetzt und nicht wann anders. Also nutze ich diese Chance und gehe im Herbst für vier Monate ins Ausland. Ich nehme das Leben wie es kommt und nutze die Möglichkeiten. Auf nach Kopenhagen!